Entwicklung und Fertigung von Messtechnik 1947 bis 1989

Prospekt Die Entwicklung und Fertigung von Richtfunktechnik im Werk setzte eine ganz spezielle Messtechnik voraus, die in der übrigen elektrotechnischen und auch sonstigen funktechnischen Industrie nicht gebraucht wurde. Andererseits sorgte auch der Verkauf von Richtfunkgeräten bei der Post und anderen Nutzern für einen Bedarf an diesen Messgeräten. So hat es von Beginn an neben der Entwicklung von Richtfunkgeräten immer auch eine Messgeräteentwicklung und - wenn auch meist nur in geringen Stückzahlen - eine einschlägige Fertigung im Werk gegeben.

War in den Jahren bis 1952 unter sowjetischer Verwaltung ein breites Sortiment von „Dezimeter-Messtechnik“ besonders gefragt, musste sich die Messtechnik in der Folgezeit ständig der raschen Weiterentwicklung der Mikrowellentechnik und der Herstellungstechnologie anpassen. Das ging so weit, dass zuerst die Messmittel vorhanden sein mussten, bevor die eigentliche Geräte-Entwicklung beginnen konnte. Höhere Kanalzahlen erforderten breitere Frequenzbänder, höhere Verzerrungsfreiheit und Linearität in der Übertragung. Die aufkommende Übertragung von Ton- und Fernsehsignalen, insbesondere nach Einführung des Farbfernsehens benötigte wieder neue spezielle Messmittel. Eine gänzlich neue Herausforderung brachte dann der Beginn der Digitalisierung in der Richtfunktechnik für die Messgeräteentwicklung.

Auch im Zusammenhang mit der Entwicklung und Fertigung von Fernsehgeräten wurden Prüf- und Messgeräte entwickelt. Diese in erster Linie für den Eigenbedarf bestimmten Einrichtungen wurden nachfolgend zur Ausrüstung des Fernsehkundendienstes eingesetzt.

Neben einer Vielzahl von Einzelprospekten hat das Werk insbesondere für die Messearbeit Messgeräte-Kataloge herausgegeben, in denen das jeweils aktuelle Sortiment an Messgeräten beschrieben worden ist.



[Grafik] Firmenprospekt:
Messgeräte VEB Sachsenwerk Radeberg 1954
8 Seiten mit zahlreichen Abbildungen; 9 MB